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  • AutorenbildAnja

Vorbereitet auf den trockenen Sommer. Weniger Gießen geht !




Die letzten Sommer waren wirklich heiß und trocken und vermutlich geht es so weiter. Für uns Kleingärtner ist das eine Herausforderung. Garteln macht glücklich, mit vitalen Blumen, Stauden, Gehölzen und reicher Ernte. Dünger, Mineralien und Kompost kann ich ihnen geben, aber was tun, wenn der Regen ausbleibt ? Ok, gießen, aber das heißt Kannen schleppen und kostet nicht nur Zeit.


Als ich sah, dass die Pflanzen leiden, habe ich beschlossen zu handeln und das könnt ihr auch. Für das Gewächshaus und Gemüse in Beeten, das regelmäßige Feuchtigkeit braucht, habe ich Ollas gebaut. Ist ein spanischer Name – gesprochen „Oya“. Dabei handelt es sich um ein Bewässerungssystem.

Dafür habe ich alte, unglasierte Tonpflanztöpfe gesammelt und aufeinander geklebt. Man benötigt weiterhin nur ein paar kleine Fliesen oder Scherben und Silikon. Da sie in die Erde zwischen die Gemüsepflanzen gesetzt werden, habe ich mich für Aquarium Silikon entschieden, das ist unbedenklich und es können sich keine Stoffe lösen, die dann über das Gemüse auf dem Teller landen. Also los geht’s… Das untere Loch eines Topfes innen mit der Fliese verkleben, den zweiten Topf aufsetzen und verkleben - fast fertig. In die Erde zum ¾ eingraben und mit Wasser befüllen. Wer nicht treffsicher ist, nimmt einen Trichter oder setzt einen kleinen Topf oben auf (siehe Fote).

Das Wasser wird dann durch den porösen Ton langsam, tiefgründig in die Erde abgegeben und kommt direkt an die Wurzeln. Aber verschließt bitte das Loch des oberen Topfes nach dem Befüllen unbedingt, z.B. mit einem Untersetzer. Insekten und Mäuse auf Wassersuche könnten sonst in den Gefäßen ertrinken. Und wer möchte schon tote Tiere in den Ollas haben ?


Zugegeben, für den ganzen Garten ist das nichts. Ihr könnt aber mit wenigen Mitteln die Feuchtigkeit so lange wie möglich im Boden halten. Mulchen ist das Zauberwort. In der Natur gibt es keine kahlen Böden, das machen wir nach. Rasenschnitt, Laub, Grüngut und Holzhäcksel, also alle organischen Abfälle eigenen sich dafür. Nicht zu dick aufstreuen, es soll sich ja kein Schimmel bilden und wir wollen den Boden nicht ersticken. Lieber von Zeit zu Zeit nachlegen. Das hat außerdem den Vorteil, dass wir die Mikroorganismen im Boden füttern und langfristig Humus aufbauen für einen lockereres Erdreich. Nächster Vorteil, ihr braucht das Zeug nicht zum Betriebshof bringen.

Zuletzt noch ein Tipp für Pflanztöpfe, in denen die Blumen und Strauchtomaten öfter gegossen werden müssen. Ich arbeite gern Vermiculite in die torffreie Erde ein.

Das sind mineralische Teilchen, die gut Wasser speichern, den Boden luftig halten und das Wurzelwachstum fördern. Perlite sind auch gut, das sind die Dinger, die aussehen wie Styropor und ihr z.B. aus der Anzuchterde kennt.

Macht die Welt ein wenig grüner, viel Erfolg. Eure Anja

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